Montag, 20. Juni 2011

Mein erster Modellier-Versuch


Modellieren ist eine schöne Sache wie ich inzwischen weiß. Und woher weiß ich das? Genau, ich hab's einfach mal ausprobiert. Da ich das eh mal testen wollte und eine von mir favorisierte Büste leider nicht lieferbar war, besorgte ich mir Modelliermasse und fing einfach an.


Aber immer schön der Reihe nach. ;) Die Vorlage für meinen Versuch stellt eine Büste aus dem Programm von "Young Miniatures" dar, welche mir sowohl vom Gesamtbild, als auch der Ähnlichkeit mit Sir Sean Connery, sehr gut gefiel (guckst du Bild). 





TEMPLAR KNIGHT IN
JERUSALEM 1/10 Young Miniatures


Da ich wie gesagt diese Büste nicht besitze, mußte ich mir diverses Bildmaterial besorgen, wonach ich arbeiten konnte. Fündig wurde ich auf planetfigure.com, denn dort wurde der Resin-Bausatz detailiert vorgestellt.
Dazu kamen dann noch die Bilder vom Hersteller und schon konnte es losgehen.



Meine ersten Versuche machte ich mit FimoAir Basic, was jedoch nicht so ganz das war, was ich mir vorgestellt hatte. Auch zusammen mit Milliput Standard Grey und Superfine White war ich nicht wirklich zufrieden. Mein Hauptproblem bestand darin, dass beide Massen mit der Zeit aushärten, wodurch ein Nachmodellieren nicht mehr möglich ist. Da ich aber auch später noch anpassen und verändern möchte, kam das für mich leider nicht in Frage. Zu diesem Zeitpunkt sah meine Arbeit noch wie folgt aus:






Schon ganz nett, aber noch weit entfernt vom Vorbild.

Dann stieß ich durch Zufall in diversen Foren auf eine  Modelliermasse mit dem Namen "Super Sculpey" bzw. "Super Sculpey Firm". Diese Masse ist ein Polymerton, welcher erst bei 130°C im Ofen aushärtet, also beliebig lange bearbeitet werden kann. Der Unterschied zwischen den beiden Varianten ist die Farbe und der Härtegrad. Firm ist härter, daher auch formstabiler und kann mit dem normalen Sculpey gemischt werden. Ansonsten lassen sich beide Massen gut verarbeiten, auch ohne feuchte Werkzeuge/Finger.
 Nach ca. 10 Minuten Kneten war ich verliebt - das Zeug ist echt mal der Hammer, genau das, was ich gesucht habe. Und es stimmt tatsächlich, ich kann noch nach zwei Wochen und länger an der Masse arbeiten, ohne dass sie austrocknet. Was man nur beachten sollte: man darf es nicht z.B. auf Papier lagern. Mir fiel auf, dass nach ein-zwei Tagen ein Fleck ähnlich einem Fettfleck auf dem Papier entstand und die Masse bei weitem nicht mehr so geschmeidig war. Scheinbar hatte das Papier einen Weichmacher entzogen, somit war die Masse fast unbrauchbar. War aber nicht tragisch, da es lediglich nur noch ein kleiner Rest war. ;)

Lange Rede kurzer Sinn: das Zeug ist genial, probiert's einfach mal aus.

Und damit war ich dann auch a) schneller und b) erfolgreicher, der Kopf sah bereits nach wenigen Stunden so aus:






Und nach nur einer Woche bin ich schon fast fertig (aktueller Stand):









Tja, was so ein bisschen Modelliermasse ausmachen kann. ;)

Viel fehlt nicht mehr, hauptsächlich noch ein paar Details, aber dazu später mehr.

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